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Lebensqualität ja - Gentechnik Nein - |
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"Wir
wollen, dass der Landkreis Ebersberg Dies erklärten schon Mitte April 2004 die Ortsvorstände - Ortsobmänner und Ortsbäuerinnen - im Landkreis Ebersberg. Damit sind sie sich mit ihren Abnehmern einig: Laut BUND lehnen vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ab. 95 Prozent aller KonsumentInnen verlangen laut BUND eine klare Kennzeichnung von Produkten, bei deren Herstellung Gentechnik im Spiel war. Allerdings hinderte das staatliche Gut in Grub die Initiative zeitweise an der Umsetzung. Dieses baut im Landkreis Ebersberg als mittlerweile einziger Betrieb Versuchsfelder mit genmanipuliertem Mais an. Am 22. März 2006 unterschreiben dann 67 bäuerliche Betriebe aus Glonn und der VG eine Selbstverpflichtungserklärung zum Anbau ausschließlich nicht genveränderter Produkte. Die Betriebe verpflichten sich darin, in jeglicher Weise auf genveränderte Pflanzen- und Futtermittel zu verzichten. Damit schaffen Sie praktisch eine gentechnikfreie Zone in der VG Glonn. |
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| Photo by Photocase.com | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Widerstand der Bauern betrifft die sog. „Grüne Gentechnik“, die nach allgemeiner Einschätzung nach ihrer Einführung kaum noch rücknehmbar ist. Der Grund: Auch Felder von Betrieben, die auf gentechnikfreien Anbau setzen, werden u.a. durch den Pollenflug, Insektenbestäubung und durch verunreinigte Maschinen von genmanipulierten Pflanzen infiziert. Zum Beispiel wurde in den USA bei repräsentativen Proben von Raps, Mais und Soja nachgewiesen, dass bereits 50 Prozent des Mais- und Soja- und 83 Prozent des Raps-Saatgutes kontaminiert sind. Teils sollten solche Betriebe, die „unfreiwillig“ gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, dann sogar dazu gezwungen werden, Lizenzen an den Saatguthersteller nachzuzahlen - so bgeschehen in Kanada, wo plötzlich 70% aller Betriebe Lizenzgebühren abführen sollten. Neben der kaum möglichen Rücknahme, auch in Hinblick auf vollkommen ungeklärte mögliche biologische bzw. gesundheitliche Spätfolgen, geht es auch darum, die absolute Abhängigkeit der Bauern von wenigen Konzernen, die getestetes und freigegebenes gentechnisch verändertes Saatgut liefern, zu vermeiden. Mit Hilfe der Terminator-Technologie wollen die Gentech-Konzerne sogar Saatgut produzieren, welches sterile Pflanzen hervorbringt. Damit soll der jahrtausende alten Tradition der Wiederaussaat eines Teils der Ernte ein Ende gesetzt werden. Dadurch könnten wenige die Macht über die Welternährung erlangen. Massive ökologische Folgen würden drohen. Um die gentechnikfreie Landwirtschaft auf Dauer durchzusetzen, sind die Bauern auf das Kaufverhalten der Verbraucher und deren Information angewiesen. "Jeder Bürger sollte an geeigneter Stelle sein Engagement aufbringen", regte die stellvertretende Glonner Bürgermeisterin Kathi Singer an: "Dazu gehört auch der Kauf regionaler Produkte, unter anderem auf dem Bauernmarkt in Glonn." Die Aufklärung der Verbraucher wird dabei ein weiterer Schwerpunkt der verschiedenen Initiativen sein. Auch der Gewerbeverband Glonn engagiert sich zusammen mit den regionalen Erzeugern für den Erhalt der Glonner Lebens- und Lebensmittelqualität. |
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